Dysarthrie

Was bedeutet Dysarthrie?

Sprache und Sprechen sind komplizierte Vorgänge des Gehirns und laufen in verschiedenen Hirnteilen ab.
Bei einer Dysarthrie sind diese Hirnteile in unterschiedlichem Ausmaß geschädigt, wodurch die Aussprache beeinträchtigt wird.

Die Dysarthrie ist also eine Störung der Aussprache und keine Störung des Denkens oder der Intelligenz.

•  Die Atmung ist unkoordiniert, oft flach und schnell

•  Die Stimme klingt anders als vorher, oft heiser, leise

•  Die Beweglichkeit von Lunge und Lippen ist eingeschränkt. Das Sprechen ist verwaschen, undeutlich.

•  Das Sprechen ist monoton

•  Das Schlucken ist problematisch

•  Die Koordination (Abstimmung) der einzelnen Bereiche aufeinander ist eingeschränkt.

Die Schwierigkeiten müssen nicht unbedingt gleichzeitig und in gleicher Ausprägung auftreten.
Im folgenden werden einige dieser Probleme beschrieben:

Atmung
Oft ist bei der Dysarthrie die Atmung in Ruhe oder auch beim Sprechen unkontrolliert. Die Atmung ist häufig flach und geht sehr schnell.
Beim Sprechen kommt der Patient außer Atem und damit wird die Stimme schwächer.

Stimme
Bei der Dysarthrie ist die Stimme heiser oder bleibt teilweise ganz weg.
Das Sprechen klingt häufig monoton, da die korrekte muskuläre Zusammenarbeit, die für die Sprechmelodie nötig ist, gestört ist.
Es kann auch vorkommen, dass der Patient „durch die Nase spricht“, also näselt.
Durch die Bewegungen der Artikulationsorgane (Kiefer, Lippen, Zunge) werden die verschiedenen Laute gebildet, die zu Wörtern aneinandergereiht werden.

Bei einer Dysarthrie sind die Beweglichkeit und die Kraft der Muskulatur einge-schränkt. Dies bedeutet, dass das Sprechen verwaschen und oft schlecht zu verstehen ist.

Schlucken
Da auch das Schlucken ein Vorgang ist, der durch viele Muskelgruppen ermöglicht wird, können auch hier Schwierigkeiten auftreten. (z.B. in Form von häufigem Verschlucken oder Austreten vor Flüssigkeit aus der Nase).